Tango und Hospiz? – wie passt das zusammen?

 

Um diese Frage zu klären fanden sich am 05. November hier bei uns im Rosemarie-Nieschlag-Haus 24 Interessierte ein. Sandra Deike und Manfred Büsing, beide begeisterte und erfahrende Tangotänzer und Sterbebegleiter, nahmen uns mit auf eine spannende Reise.

Hörend, tanzend und auch einfach nur genießend gaben wir uns ganz dem Tango Argentino hin.

Wir entdeckten Gemeinsamkeiten zwischen dem Tangotanz und hospizlicher Begleitung. In beiden Fällen muss man sich einlassen. Einlassen auf die Frage, wo soll es hingehen? Wer macht den nächsten Schritt? Wohin geht er? Wie nah darf ich kommen? Ganz gleich ob beim Tanzen oder der Begleitung, es braucht eine Menge Einfühlung und Vertrauen. Und Präsenz. Beides, Tango tanzen und die Begleitung Sterbender ist nur möglich, wenn man/frau sich draufeinlässt.

Manfred Büsing und Sandra Deike ließen uns einen kurzweiligen, zum Teil nachdenklichen Abend erleben.

In einer kleinen Pause, stärkten sich die Teilnehmer mit kleinen Leckereien und argentinischen Rotwein.

So gestärkt ging es auf den Höhepunkt des Abends zu. Sandra Deike und Manfred Büsing tanzten für uns. Im anschließenden Interview wurde klar, das nicht einer alleine die Richtung vorgibt, sondern die Situation entscheidet wo und wie es weiter geht. Ganz wie bei der Sterbebegleitung.

Alle waren sich einig, dass ein solcher Abend unbedingt wiederholt werden muss.

(veröffentlicht am 06.11.2018) 

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